JAGD 2018

20.09.2018:
Wir wurden zu einem Einsatz gerufen. Nachdem Basco in letzter Zeit zur Prüfungsvorbereitung permanent arbeiten durfte und Chili hitzig ist hat "The Rock" heute endlich mal wieder mit einer souveränen Leistung zeigen dürfen, dass er trotz der guten 10,5 Jahre am Buckel kein bisschen "alt" ist, und ich musste natürlich trotz starker Verkühlung (und dem standardmäßigen Übergewicht :-) ) hinterher.

Danach ist uns beiden der Lecker rausgehängt, aaaber der Erfolg zählt! 

Weidmannsheil und HoRüdHo auf unsere vierbeinigen Kameraden!

 

 

06. & 07.09.2018:

Gleich am Tag nachdem ich das mit 6,5kg schon sehr schwache Kitz erlegt habe machte ich mich erneut auf den Weg zu diesem Platz, um wie im Vor-Post beschrieben auf die 2 anderen schwachen Kitze mit Geiß zu jagen. Diesmal habe ich die Richtung des Heranpirschen etwas geändert, so dass ich noch besser gedeckt und trotzdem mit guten Wind zum geplanten Platzerl kommen konnte. Dort angekommen war - ich war wieder spät dran - bereits wieder einiges an Wild ausgetreten. Ich ließ überflüssige Utensilien wie Ansitzstuhl, Stecken usw. zurück und kam auf allen 4en weiter zur Ackerkuppe, wo ich den Rucksack herrichtete und das Gewehr auflegte. Das mit freiem Auge schon leicht auszumachende schwächste Kitz hatte ich gleich im Zielfernrohr, und auch wenn das wirklich eine der härtesten Pflichten von uns Jägern ist, so machte ich dann auch den Finger auf dieses abgekommene Kitz krumm, mit aufgebrochen nur 4kg wiegend wäre es wohl nicht alt geworden, ein Foto habe ich diesmal nicht gemacht :-(

Um nicht am Samstag in aller Früh die knapp 4 Stunden dauernde Anreise zu Basco´s VGP antreten zu müssen führte mich mein Weg schon am kommenden Tag, meinem Geburtstag, nach Niederösterreich. In dieser Gegend gibt es richtig viel Damwild, ich war auf mein erstes (und einziges) Stück Damwild auch schon von meinem Kumpel und Basco-Züchter Reini in dieses Revier eingeladen worden, da er diesmal abends verhindert war nahm mich Kamerad Karl mit zum Ansitz, und nachdem wir beim Anpirschen schon Damwild abgetreten haben schwand meine Hoffnung noch welches zu sehen natürlich, Karl war aber ganz zuversichtlich, und so kam es letztendlich tatsächlich so, dass ein weiteres Rudel Damwild am Hochsitz, auf welchem wir dann mittlerweile eine gute Stunde saßen, vorbeizog! Karl sprach in Sekundenschnelle an und sagte "das erste Stück passt", ich war bereits rechts an ihm vorbei im Anschlag und ließ dann auch nicht lange auf den Schuss warten, das Damkalb lag im Feuer. Auch hier blieb mir während Karl das Auto holte viel Zeit für ein Innehalten, um nachzudenken über unser Wirken, und um zu danken, dass wir das Privileg haben, das edle Weidwerk auszuüben! 

Auch wenn es, wie ich am Vortag wieder erleben musste, oft nicht schön ist: "Weidwerk verpflichtet"! In diesem Sinne möchte ich noch den Leitspruch unserer Jägerschaft anführen, der beide Seiten klar aufzeigt: "Jagd ist Verantwortung - Jagd ist Freude"!

 

 

05.09.2018:

Auch nach dem gestrigen Training mit Basco blieb gerade noch etwas Zeit, um noch Jagern zu gehen. 

So entschied ich mich zu einem Platzerl zu pirschen, wo ich vor kurzem mit Christian eine Geiß mit 2 schwachen Kitzen gesehen habe. Beim Anpirschen mit extra Umweg, damit ich unbemerkt bleibe, falls die Rehe aufgrund der vorangeschrittenen Uhrzeit schon ausgetreten sind, war ich dann überrascht, dass diese 3 genau auf der kleinen Kuppe standen, wo ich mich hinsetzen wollte. Es war kein Kugelfang gegeben, somit ließ ich sie ziehen, nach meinem Weiterpirschen haben sie mich dann mitbekommen und sind abgesprungen, ich habe mich aber trotzdem mit meinem Stühlchen auf den bemeinten Platz gesetzt und abgewartet, ob noch weitere Rehe austreten werden. Kaum etwas getarnt und alles fertig hergerichtet konnte ich auch schon von links hinten 2 weitere Rehe vom Wald austreten sehen, die dann aber gleich wieder hinter Obstbäumen verschwunden waren, was ich nutzte, um mich neu auszurichten und alles vorzubereiten, der erste Blick sagte mir dass es Geiß mit Kitz sein müssten, beide sehr schwach. Als sie hinter den Bäumen hervorkamen war nach kurzem Ansprechen über das Spektiv klar, dass mein erster Eindruck stimmte, und meine Bockbüchsflinte war schnell am Primos-Stecken im Anschlag. Es dauerte noch etwas, bis sich das Geißkitz breit drehte, dann ließ ich auf ca. 100m fliegen und das Kitz polterte noch über den Hang hinunter, um dann bei einem Apfelbaum verendet liegen zu bleiben. Natürlich musste diese Chance genutzt werden, um mit Coco erste Natur-Nachsuchen zu üben, ich packte also meine Sachen, ging zum Auto, fuhr nachhause um Basco gegen Coco zu tauschen und war auch schon wieder am Weg in´s Revier. Die kurze "Nachsuche" war für Coco ein Kinderspiel und das Verhalten am Stück war auch wie es sich gehört, sie scheint wirklich ein seeehr guter und verlässlicher Jagdhund zu werden :-)

Dem aufgebrochen nur 6,5kg wiegenden Stück wurde wie immer zur letzten Ehrerweisung noch der letzte Bissen verabreicht um dann noch kurz inne zu halten und für unsere Möglichkeit der Nutzung der Natur zu danken, bevor wir dann in die Kühlkammer gefahren sind um es in ein paar Tagen in die einzelnen köstlichen Wildbretteile zu zerwirken.

Weidmannsheil und Weidmannsdank!

 

 

04.09.2018:
Dienstag war wieder ein aufregender Tag für uns, es wurde mit allen 4 Wuffs brav trainiert und letztendlich stellte sich zufällig auch noch jagdlicher Erfolg beim Training ein!

Ich konnte als ich mit Coco in unsere Lehmgrube spazierte aus einem 9er-Krickenten-Schof eine Flume erlegen, die in den Teich fiel. Auch wenn das natürlich für sie eine perfekte Übung gewesen wäre, so habe ich mich aufgrund der bevorstehenden VGP doch entschlossen, mit Coco heimzufahren und Basco den Apport aus dem Wasser durchführen zu lassen, was er - wie immer bis auf eine saubere Abgabe - auch brav erledigt hat, obwohl die Ente wesentlich näher am anderen Ufer gewesen wäre als an meinem, das war für mich schon mal viel wert dass das inzwischen gut funktioniert :-)
Sie sind zwar nicht besonders groß sind, aber auch diese Brüstchen werden hervorragend munden. 
Weidmannsheil und Weidmannsdank!

 

 

28.08.2018:

Bei unserem ersten Versuch vor gut 2 Wochen hat es mit dem Anflug ja nicht so wirklich gepasst, weswegen wir heute Früh erneut auf Krähen ausrückten. Um 04:45 traf ich mich mit Michi & Heinz, wir stellten die Lockkrähen und den "Krähenmagnet" auf, parkten die Autos weit genug entfernt weg und begaben uns dann vollgetarnt mit unseren Hockern in die 2. Reihe des Maisackers, um eine Weile zu warten, bis sich die ersten Krähen blicken lassen werden. Ab 05:45 ging es dann schön langsam los, diesmal erstmals mit dem neuen Locker "Sam´s Crow Call", der im Gegensatz zum letzten Locker von Weißkirchen tatsächlich wie eine Krähe klingt :-) Es war eine spannende Jagd, und auch wenn wir so manche Krähe nicht bekommen haben, so sind die 11 erlegten Nebelkrähen (eine konnten wir im Maisacker nicht finden) doch wieder eine Erleichterung für unsere Landwirte. Obwohl die Krähen extrem schnell lernen und die ein oder andere bestimmt nicht mehr in unsere Reichweite kommen wird werden wir es trotzdem bald erneut versuchen, ohne Fleiß kein Preis :-)

Weidmannsheil und Weidmannsdank!

11.08.2018:

Da es beider letzten gemeinsamen Krähenjagd mit 17 erlegten Krähen so super geklappt hat waren Michael und ich sehr optimistisch, auch dieses Jahr wieder erfolgreich zu sein, trotz aller Bemühungen war der Anflug aber sehr schlecht und Michl und ich konnten an diesem Morgen nur 1 Krähe und später noch eine Ringeltaube aus einem Schwarm erlegen, ich würde meinen das ist besser als gar nichts :-)
Weidmannsheil und Weidmannsdank!

09.08.2018:

Nachdem ich in letzter Zeit gleich suchend nach einem alten Bock, wie ebensolche aktuell nach ihren Geißen suchen, unterwegs war und dabei mit schönen Erlebnissen verbunden immer „nur“ auf solche traf, die für einen Abschuss nicht in Frage kamen, erhielt ich am Donnerstag die Nachricht, dass bei einem Jagdkollegen zuhause ein alter starker Bock beim Brunftgeschehen zu beobachten war und ich mich dort ansitzen könne, da er seinen Bock schon erlegt hatte, aber darauf Acht geben soll, nicht den jungen schwächeren Bock zu erlegen, der dort ebenfalls seine Kreise zieht. Diesem Hinweis folgte ich dankend natürlich gerne, das für 19:00 verabredete Hundetraining, zu dem ich eingeladen war, konnte ich dennoch nicht sausen lassen, die Hundeführerkollegen ließen mich dankenswerterweise aber mit Basco und Coco gleich als erster alles erledigen und schon machten wir uns auf den Weg in´s Revier. Dort angekommen war nach dem Abstellen des Autos und kurzem Gespräch mit den Eltern meines Jagdkollegen, der in der Arbeit war, plötzlich schon das erste Reh auf der Wiese ober dem Wirtschaftsgebäude auszumachen. Sachen schnell gepackt und ab zum vom Kollegen vorbereiteten Platz, dort sah ich wegen eines Apfelbaumes aber nicht die ganze Fläche ein und wechselte zu den nicht weit entfernten Siloballen. Das Reh auf der Wiese war ein schwächerer junger Bock, der nicht in mein „Beute-Schema“ passte. Ich beobachtete ihn bis er in den Wald einzog, dann richtete ich alle Utensilien her und glaste die Wiesenkanten ab, da war auch schon eine Geiß zu sehen, was zur jetzigen Zeit ja ein gutes Zeichen ist. Kurz danach war auch schon das Haupt eines Bockes zu sehen, definitiv eines anderen Bockes als zuvor, er wirkte alt und vorsichtig, der Träger stark und der immer weiter aus dem Gras auftauchende Habitus gelblich: „Das muss er sein“! Die Kamera war bereits aktiviert, das Gewehr ging auf meiner Jacke am Siloballen aufgelegt in den Anschlag und als der Bock am Wald-Wiesen-Rand auf 180-190m Entfernung herunter zur Geiß äugend verhoffte ließ ihn mein sofort tödlicher Schuss im Feuer liegen. Das Jagdfieber schleuderte meine Hände herum, ich musste aufstehen und durchatmen, es war einfach unfassbar wie schnell alles ging. Die Freude war riesig, wurde dann aber doch gedämpft, da sich herausstellte, dass es genau der Bock war, auf den ein anderer Jagdkollege schon länger an einem anderen Ort ging, und nicht der, der am Vortag dort gesehen wurde, ich hoffe dieser wird mir das verzeihen und ich werde ihn natürlich tatkräftigst bei der Suche nach einem weiteren passenden Bock unterstützen.

Ich danke dem heiligen Hubertus für solche Erlebnisse und das große Privileg, die Natur in dieser Form nutzen zu dürfen! Weidmannsheil und Weidmannsdank!

Am 8.8. pirschte ich mit Rocky zu einem Hochsitz an einem großen Schlag, kurz bevor ich dort ankam bemerkte ich bei nach unten gehendem Wind ca. 10m über mir kurz nach der Böschung einen roten Fleck - ein Bock, der von mir weg zog. Rocky blieb brav im Sitz und das Gewehr fand Auflage am Pirschstecken, der Blick durch´s Zielfernrohr verriet dann aber gleich, dass es sich nicht wie gewünscht um einen alten Bock, sondern einen Jüngling handelt. Der Grund seines zügigen Wegziehens war nach einigen weiteren Schritten auch bald erblickt, am Waldrand äste eine Geiß, der es eindeutig galt. Das Brunftspiel begann, der Bock trieb die Geiß, und als sie im Wald verschwanden nutzte ich die Chance schnell um Rocky zu mir zu rufen und schnell mit ihm auf den Hochsitz zu kommen. Bock & Geiß ließen sich länger Zeit, erschienen nur einmal ganz kurz treibend am Waldrand um schnell wieder zu verschwinden, nachdem dann aber scheinbar "alles erledigt" war traten sie wieder gemütlich auf den Schlag aus, um wieder Kräfte für den nächsten Akt zu sammeln und Äsung zu sich zu nehmen. So konnte ich bis zum dann bald eintretenden Gewitter noch einige tolle Videos machen, es war wieder ein tolles Brunfterlebnis! 

Bei diesem Ansitz hatte ich übrigens 
meine ERSTE KURZE LEDERHOSE an, 

meinen ERSTEN UND TREUESTEN HUND ROCKY mit und 
mein ERSTES EIGENES GEWEHR dabei :-)
Und so jung wie der Bock schien, war es wohl auch sein erstes Mal :-)

 

07.08.2018:

Auf meiner Suche nach einem alten Bock ist mir heute Früh auf die 2. Fiep-Serie mit dem Blatter von Klaus Demmel dieser Jahrling zugestanden, den ich auch noch frei hatte.

Anfangs war er am düsteren Waldrand noch nicht 100%ig anzusprechen, als er dann aber an der Wald-Wiesen-Kante über mir immer näher heransuchte lies das Spektiv keinen Zweifel mehr offen, "der passt", das Gewehr war im Anschlag, beim nächsten Verhoffen konnte ich dem Bock auf 97m die Kugel antragen und der aufgebrochen 13,5kg schwere Bock lag im Feuer. Nach kurzer Andacht, Aufbrechen und Abtransport in die Wildkammer ging´s dann aber schnell in die Arbeit, mal schaun ob ich´s morgen auch wieder schaffe, so früh rauszukommen.

Weidmannsheil und Weidmannsdank!

27.-29.07.2018

 

ZURÜCK ZUM URSPRUNG

 

Dass sich die Jagd in wahnsinnig viele Sparten gliedert und ziemlich jeder Jäger seine Spezialgebiete bzw. Hauptjagdart forciert ist wohl allgemein bekannt. Dass ich sehr wissbegierig um all diese vielfältigen Facetten der Jagd bin und alles auch zumindest einmal selbst versuchen will dürfte auch schon vielen aufgefallen sein. So war und ist es auch mit der Bogenjagd. Jeder - so auch ich noch vor einigen Jahren - rümpft erst mal die Nase, wenn man zum ersten Mal hört, dass heutzutage jemand mit einem Bogen auf Wild jagt, denn im Hinterkopf hat man als Erstes natürlich das Bild eines mit Bogen jagenden Höhlenmenschen, und die Vorstellung, dass ein Tier von einem Pfeil schnell und weidgerecht getötet werden kann, fällt anfangs schwer. Genau dies war es dann aber auch, was die Bogenjagd für mich so interessant gemacht hat. Dieses „Zurück zum Ursprung“ und das erforderliche Schärfen der Sinne, um zu Jagen wie es unsere Vorfahren schon vor Jahrtausenden gemacht haben, für eine schnelle weidgerechte Erlegung aber die neueste Technik auf diesem Sektor in Form von starken Compound-Bögen und mit rasiermesserschafen Jagdspitzen bestückten Pfeile nutzend, strahlte auf mich einen besonderen Reiz aus.

 

Was man sich in Bezug auf Training, Reviererkundungen, Kenntnissen über die Wildarten, Tarnung, Verhalten bei der Jagd usw. nicht alles antun muss, um mit dem Bogen auf eine maximale weidgerechte Schussentfernung von ca. 30m an Wild heranzukommen und dieses erlegen zu können, ist schon sehr beachtlich, wenn man doch auch viel leichter mit dem Gewehr auf 150m einen Schuss anbringen könnte, aber genau das macht es so interessant und versprüht diesen besonderen Reiz. Kurz gesagt muss man NOCH BESSER sein, um mit dem Bogen Erfolg zu haben, und dieser Herausforderung stellte ich mich nun.

 

Nach intensivem Schießtraining auf Schießscheiben, Gummiwürfel und 3D-Gummi-Tiere auf dementsprechenden Parcours führte meinen Kumpel Rudi und mich unser Weg nun also vergangenen Freitag nach Magyarnándor zu Zoltán Nagy, der mit seinem Team von „Nagyvad Hunting“ ein hervorragendes speziell auf die Bogenjagd abgestimmtes und vorbereitetes Revier zur Verfügung stellt.

 

Neben 3 weiteren Bogenjägern aus Deutschland waren zufälligerweise auch die Bogenjagd-Koryphäe Luis Hant, dessen Buch „Bogenjagd heute“ ich eine Woche davor gerade erhalten hatte, und von der BFA (Bowhunter Federation Austria) der Chefredakteur der Zeitschrift „Der Bogenjäger“, Christian Heinz, mit von der Partie, was uns natürlich besonders freute.

 

Bei den insgesamt 4 Ansitzen/Pirschgängen konnte ich einiges Wild sehen, wie´s meistens so ist aber leider auf ideale Schussentfernungen und bei passendem Licht nur solches, das nicht frei war. So konnte ich am ersten Abend eine Rehgeiß auf 16m länger beobachten und mit dem Handy auch einige Fotos und Videos machen, was mir zumindest bestätigte, dass die Tarnung und der Wind eindeutig passend waren. Im letzten Licht kam dann ein Dachs des Weges, den ich mit Fernglas und freiem Auge noch gut erkennen konnte, durch das Pin-Visier gelang mir das aber leider bei diesen Lichtverhältnissen nicht mehr wirklich und mir passierte, was einem Anfänger passieren muss, nämlich gleich bei der ersten Bogenjagd ein Fehlschuss, der mir richtig weh tat. In den danach mit den erfahrenen Bogenjägern geführten Gesprächen wie es dazugekommen ist habe ich dann aber wieder tolle Tipps erhalten und einiges gelernt. Bei den nächsten 3 Ansitzen kombiniert mit Pirschgängen hatte ich dann einmal ein Schmaltier auf 20m vor mir, Fasanhahnen und Eichelhäher kamen regelmäßig auf passende Distanzen (waren aber nicht frei) und der passende Knopfbock bei der letzten Morgenjagd war leider nicht näher als auf 60m zu bekommen bzw. anzupirschen. Rudi und ich konnten somit keine Beute aber reichlich Erfahrung mit nach Hause nehmen, was auch der Hauptsinn dieses ersten Bogenjagdabenteuers war, es konnten aber Samstag Marc und Sonntag Luis jeweils einen Bock erlegen, was uns sehr freute. Für Marc war es der erste Bogen-Bock, weswegen er dann auch noch mit einem Pfeil zum Bogenjäger „geschlagen“ wurde, was ich natürlich mit dem Jagdhorn umrahmte.

 

Für uns war es bestimmt nicht das letzte Mal, wir kommen hundertprozentig wieder und werden irgendwann dann hoffentlich auch mal mit dem Bogen Erfolg haben, die nächsten Monate muss ich mich aber trotzdem mit der Büchse um unsere eigenen Reviere kümmern, und wenn man mit Bogenjagd auch bestimmt nicht die geforderten Abschusspläne erreichen könnte, so wäre es trotzdem sehr zu begrüßen, wenn diese als wirklich weidmännische und traditionelle Jagdart auch in Österreich und Deutschland wieder eingeführt werden würde!

 

Mein besonderer Dank gilt Zoli für die hervorragende Organisation und die nette Aufnahme und Gastfreundlichkeit, seinen Berufsjägern für die Transporte zu und von den zugeteilten Jagdgebieten und den Damen für die hervorragende Bewirtung!

 

Auf ein baldiges Wiedersehen, Weidmannsheil!

 

20.07.2018
Basco konnte diesen von einem Kumpel mit .222Rem erlegten Fuchs im Maisacker schnurstracks finden!

18.07.2018 - Da Gams-Schlog-Bock!

Nachdem mich am Vortag unser Jagdleiter und Obmann Hubert informierte, dass ein in der Bewegung eingeschränkter Rehbock am "Gams-Schlag", der seinen Namen wirklich verdient hat, seine Kreise ziehen soll, und ich mich da ich einen solchen noch frei hätte hineinsetzen sollte, zogen wir am Abend bereits gemeinsam los, um an diesem Schlag anzusitzen, ich am unteren Sitz, Hubert am oberen.

Mir kam in der Dämmerung auch tatsächlich ein Bock, der zwar in die mir freie Klasse gepasst hätte, aber keine wirklichen Anzeichen einer Beeinträchtigung zu erkennen gab und sich noch dazu in ungünstigen Winkeln präsentierte. Somit war der Plan klar: Ich werde es am Folgetag in der Früh versuchen, die Sicht wird ja bekanntlich abends immer schlechter, morgens immer besser :-D 

Um 04:15 war dann auch schon der Bodensitz vor dem steilen Hang bezogen, es dauerte natürlich noch eine Weile bis ich dann auch wirklich konkret das ganze Sichtfeld abglasen konnte, die Bühne war anfangs aber noch lange leer. Ohne auf die Uhr gesehen zu haben schätze ich dass es ca. 05:45 war, als plötzlich von der gegenüberliegenden Seite her ein Bock den stark bewachsenen Schlag ohne jegliche Anzeichen einer Einschränkung in meine Richtung querte. Es könnte der am Vorabend gesehene Bock sein, sicher konnte ich es aber nicht sagen, jedenfalls war dieser nicht der gesuchte Bock und er durfte somit "passieren" :-)

Beim ständigen Abglasen ist mir dann aber rechts weit ober mir ein Reh aufgefallen, das Fernglas wurde gegen das Spektiv getauscht, es war ein knapp über lauscherhoher Bock. "Die Beschreibung sollte passen", war mein erster Gedanke. Viele Bewegungen konnte ich nicht wahrnehmen im hohen Bewuchs, es geschah jedoch alles sehr langsam und wirkte etwas "mühselig", weswegen ich mich - da er auch wenn es nicht der Gesuchte sein sollte immer ein passender Abschussbock war - zum Schuss entschloss. Wesentlich näher am oberen Weg als an mir situiert brach der Bock im Schuss der Steyr Mannlicher in .30-06 zusammen. Aus diesem Grund entschied ich mich, zum Auto abzusteigen, rundherum zu fahren, und den Bock von oben zu bergen, was ich schließlich noch mehrmals verfluchte, letztendlich aber bestimmt die weniger gefährliche Variante war.

Was am Bock definitiv nicht normal war war sein aufgeblähter Körper und komische Inhalte bzw. Verfärbungen des Verdauungstraktes. Am Foto sieht man als Vergleich in der Mitte oben den unaufgebrochenen, in der Mitte unten den aufgebrochenen Bock, das Bild der Innereien erspare ich euch aber wohl besser... 

Mein Weidmannsdank gilt Hubert für die Information, dass ein solcher Bock dort aktiv ist, dem Heiligen Hubertus für das Erlebnis, und dass ich den Bock mit aufgebrochen 13,2kg erlösen konnte.

Weidmannsheil und Weidmannsdank! 

Es freut mich ganz besonders, dass ich meinen Kumpel Alexander, der mir jagdlich schon sooo viel gegönnt hat, heuer auf meinen Bock habe einladen können. Es war ein spannendes Jagen, letztendlich konnte er ihn am 2. Juni um 20:45 nach einem gewaltigen Gewitter auf ca. 30m vom Boden aus mit seiner .270WSM erlegen, mit 24kg aufgebrochen ist er bei uns ein richtiger Ausnahme-Bock, der Alex sowas von gegönnt ist! Nochmals ein kräftiges Weidmannsheil an Alex und dem Heiligen Hubertus ein Weidmannsdank für das tolle erfolgreiche Jagen!

21. & 22.05.2018

 

Schweißseminar mit
Mag. Peter Neuberger

24.02.2018:

Da kranke Füchse nur sehr selten durch den Hund zum Springen zu bewegen sind, mussten wir hier einen Einschlag machen, um den Fuchs erlösen zu können. Die Schnalle der Fähe mit Räude war stark angeschwollen, was heißt dass sie erst jetzt in der Ranz war (was verdammt spät ist). Gut jedenfalls, dass wir sie erlösen konnten, es ist ein Horror momentan hier mit der Räude :-(

 

 

23.02.2018:

Beim nächtlichen Ansitz konnte ich um 22:10 einen leider wieder sehr stark räudigen Rüden und um 22:20 eine Fähe erlegen.

Weidmannsheil und Weidmannsdank!

 

 

Auch DAS ist Jagd: Jungjägerausbildung!
Beim örtlichen Jagdkurs trage ich über Jagdhunderassen und alles rund um die Jagdkynologie vor, und auch die Ausrüstungsgegenstände werden den angehenden Jungjägern dabei natürlich vorgeführt. Prof. Rocky macht das mittlerweile schon im 4. Jahr mit äußerst routiniertem Auftreten :-)

 

 

11.02.2018:

Heuer ist´s leider richtig schlimm mit der Räude, ein eindeutiges Zeichen der Überpopulation, die uns die ach so gescheiden hochhausbewohnenden und von der Natur keine Ahnung habenden Jagdgegner nicht glauben und sogar Fuchsbejagung abschaffen wollen (Herr, lass Hirn regnen). Auch dieser Fuchs war schon deutlich von der Räude angegriffen, Gott sei Dank konnte ich ihn am 11.02.2018 um 21:35 beim nächtlichen Ansitz auf einem Schneefleck erlösen :-(

 

 

06.02.2018
Wir konnten erfolgreich eine Sau im Schilf nachsuchen, Weidmannsheil und HoRüdHo auf unsere fermen Spürnasen!!

 

 

 

01.02.2018:

Am 31.01. hatten wir die Jahreshauptversammlung der Bereichshundestationen, und da diese nicht allzu lange dauerte setzte ich tatsächlich meinen Plan um, danach noch zum Fuchsansitz zu gehen. So bin ich dann also um 23:45 bei perfektem Mondlicht aufgebaumt und wartete auf Reineke. Dieser hat lange auf sich warten lassen, um 04:30 ist er dann aber tatsächlich auf die Wiese geschnürt, ein kurzes Anmäuseln ließ ihn sofort zu mir verhoffen, und schon war die Kugel aus dem Lauf.

Der starke Rüde hat nun also meinen Plan, zumindest auf jedem der 3 Luderplätze einen Fuchs zu erlegen, damit der ganze Aufwand auch gerechtfertigt ist, voll aufgehen lassen.
Ich sage mir immer, dass man sich, wenn man die Zeit zum Jagern hat, auch die Zeit für ein ansprechendes Foto nehmen kann, darum holte ich noch Fichtenzweige und bettete den Fuchs auf diesen vor dem im Hintergrund hell leuchtenden Vollmond.
Ich konnte bei dieser traumhaften Stimmung auch noch eine Weile neben dem Fuchs hockend innehalten und dem Heiligen Hubertus für das edle Weidwerk danken. Momente, die nicht viele kennen... Weidmannsheil und Weidmannsdank!

 

 

29.01.2018:
Da ich von Jänner bis März jeden Samstag und Sonntag im Vorbereitungskurs für die Jagdaufseherprüfung sitze habe ich die diesjährige Baujagdsaison ja eigentlich ziemlich abgeschrieben. Eine Anfrage aus der Schilcher-Hochburg in der Steiermark konnte ich aber nicht abschlagen und nahm mir deswegen am 29.01. einen Baujagd-Urlaub. 
Am ersten Bau (wo auch Dachse vermutet wurden und ich deswegen Rocky mitnahm, da ich Basco so lange wie möglich das eiserne Vorliegen durch Erfolg beim Graben nicht anlernen will) angekommen, schliefte Rocky nach kurzem Absuchen aller Röhren und gab auch bald Laut, war dabei aber anfangs meistens in Bewegung, was mich trotz der vielen Dachs-Merkmale am Bau natürlich auf Fuchs schließen ließ. Nach nicht ganz 20min sprang dann plötzlich ein Fuchs und verhoffte 2-3m vor mir und sicherte mich an. Trotz meines Erstarrens zu einer Salzsäule bekam der Fuchs natürlich mit, dass ich kein fetter niedriger Baum bin, und ging in die Flucht über. Ich hoffte, er würde in den Graben flüchten, wo 2 Schützen perfekt gestanden wären, um ihn zu erlegen, bei der letzten Röhre vor dem Graben machte er aber einen Haken in Richtung dieser und verschwand im Schuss der 12/76 in der Röhre. Rocky kam bald nach, ich dachte dass der Schuss getroffen hat und Rocky ihn jetzt rausziehen wird, dem war jedoch nicht so, es folgte also Basco´s zusätzlicher Einsatz und letztendlich konnte -um die bereits ausufernde Erzählung abzukürzen - der Fuchs im 1,5m tiefen Einschlag durch einen Schützen mit seiner Flinte erlegt werden.
Die restlichen 4 Baue waren leider leer, aber es hat sich allemal ausgezahlt, diesen Tag frei zu nehmen, wo doch die Hunde Erfolg hatten und wieder nette Bekanntschaften mit verlässlichen Jägern geschlossen wurden!
Weidmannsheil und HoRüdHo auf unsere mutigen Bau-Helden!

 

 

27.01.2018:

Streckenlegung nach dem gemeinsamen Raubwildansitz in mehreren Revieren, ich war zwar erfolglos, habe aber die Streckenlegung mit dem Jagdhorn umrahmt und die Füchse verblasen. Weidmannsheil allen Erlegern!

 

 

26.01.2018:

Wir haben uns an einem bekannten Bau angestellt und Rocky zur Kontrolle geschnallt. Gleich hörte man Laut und Bewegung im Bau, in seinem typischen Arbeitsstil (anfangs 3-5x kurz den Bau verlassen, um nach Alternativen zu suchen und das Raubwild zum Springen zu bringen, wenn das nichts hilft in eine Endröhre Drücken und Vorliegen) hat er erfolgreich 2 Dachse in Schach gehalten, die ich dann auch erlegen konnte. Immer wieder schön mit dem alten Herrn, ich bin schon sehr neugierig auf den Dachsbraten, den wir erstmalig versuchen werden!
Weidmannsheil und Weidmannsdank!

 

 

24.01.2018:
Dass ich etwas "eigen" bin, was meine kurze Lederne angeht, dürfte jedem ja spätestens seit dem Pirschtag in den schottischen Highlands oder der Motorschlittenfahrt in Schweden wohl schon aufgefallen sein. Da der 24.01. tagsüber nicht einem typischen Jänner-, sondern einem warmen Frühlings-Tag entsprach, entschloss ich mich auch erstmals zum Winter-Schnee-Fuchsansitz meine Kurze zu tragen. Um 18:30 war ich am Sitz, und tatsächlich war mir eine Weile auch nicht mal annähernd kalt, bis ich meine Füße dann aber grob geschätzt gegen 21:00 doch ein wenig in den Ansitzsack steckte :-)
Um 22:45 habe ich aufgrund meines Planes, um 23:00 abzubaumen, 3 Strophen aus der Vogelklage erklingen lassen, und tatsächlich kam um 22:55 von rechts oben ein Fuchs in meine Richtung geschnürt und begann dann nach den verstreuten Köstlichkeiten zu suchen, was ihm beim ersten kurzen Verhoffen auch gleich zum Verhängnis wurde. Auf ca. 80-100m konnte ich ihm die .222Rem antragen und somit den zweiten Fuchs am erst seit 02.01. betreuten Luderplatz erlegen, was mich natürlich besonders freut!
Ein Foto im Schnee mit Mond und kurzer Lederner musste natürlich auch noch gemacht werden, wie man rechts unten am Foto sehen kann! Weidmannsheil und Weidmannsdank!

 

 

 

17.01.2018:
Am Silvester-Tag habe ich von unserem Jagdleiter mitgeteilt bekommen, dass der am höchsten gelegene Luderplatz im Revier heuer nicht mehr von ihm beschickt/bejagt wird, und dass ich diesen übernehmen könne. Beim Ausbringen von einigen Leckerbissen am 02.01. habe ich frische Fuchs- und Marderspuren gespürt, weswegen ich mich diese Nacht auch gleich angesetzt habe, allerdings 9 Stunden mit nur einmal ganz kurzem Anblick eines weit entfernten und schnell schnürenden Fuchses.
In der Woche darauf habe ich den Platz wieder beschickt und am 17.01. erneut Material für den Luderplatz bekommen, wollte aber nicht einfach nur hinfahren und dieses ausbringen, sondern habe mich trotz Neumond auch gleich angesetzt, in der Hoffnung, dass die frische Schneedecke genug Licht spendet. Um 18:30 habe ich also den Hochstand bezogen, genüsslich ein Wildwürstchen verspeist und mich wegen des schlechten Lichtes eigentlich darauf eingestellt, dass ich bald mal wieder abbaumen, die Beuschel austragen und mich dann auf die Heimreise machen werde. Um 19:15 kam dann aber tatsächlich von links ein Fuchs geschnürt, die Waffe war schnell im Anschlag und auf ca. 50m vor mir konnte ich das Fadenkreuz meines eher lichtschwachen Nikon-Glases meiner Bockbüchsflinte sauber auf den Fuchs bringen und bei einem kurzen Verhoffen die neue Winchester Super X 3,24g fliegen lassen. Der Fuchs lag im Feuer und obwohl man zu dieser Jahreszeit ja eigentlich länger sitzenbleiben sollte habe ich nach wenigen Minuten meine Sachen gepackt und bin zum stattlichen Rüden, bevor ich dann noch die Leckerbissen für seine Artgenossen auf der Wiese verteilt habe. Winterlicher Fuchsansitz ist wirklich eine der schönsten Jagdmöglichkeiten die es gibt, oft geht´s sehr zäh, an Tagen wie gestern dann wieder so einfach, das macht Jagd aus, Weidmannsdank für dieses Erlebnis an den Heiligen Hubertus!

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